Wieder mehr spüren

Was wir derzeit in unserer kulturellen Entwicklung beobachten können, ist dass wir gelernt haben uns mehr im rationalen Teil unseres Gehirns aufzuhalten: zu denken, zu analysieren und rationales Verstehen. Daraus entsteht jener Nachteil, dass wir verlernt haben zu spüren, auf die Signale unseres Körpers nicht mehr zu achten. Steven Porges (Die Polyvagal-Theorie und die Suche nach Sicherheit, 2017) beschreibt dazu einen sehr wichtig Vorgang in unserem Körper. Der Vagusnerv entspringt aus dem Hirnstamm und hat feine Verästelungen durch den ganzen Körper, er ist zuständig um wichtige psycho-physische Prozesse in uns zu verarbeiten. Um nun eine Thema ganzheitlich und besser verarbeiten zu können, wäre es sehr wichtig sich immer auch darauf zu konzentrieren: wie fühlt sich dieses Thema in meinem Körper an. Also wenn wir zum Beispiel Gedankenkreisen stoppen wollen, dann könnten wir so vorgehen, wie es Robert Weisz, eine amerikanischer Psychotherapeut vorschlägt: wie fühlt sich dieser Gedanke im Körper an und wo kannst du diese Emotion wahrnehmen und gehe ganz damit in Kontakt, damit dieses Thema in seiner ganzen Dimension verarbeitet werden kann.

 

Ich lade Sie daher zu folgender Übung ein: Wenn Sie ein Thema haben, dass Sie belastet und Ihre Gedanken drehen sich im Kreis, dann spüren Sie hin wie sich dieses Thema im Körper anfühlt und wo Sie das spüren können, zB Druck im Brustkorb und gehen Sie ganz damit in Kontakt und atmen Sie gleichzeitig tief und gleichmäßig und warten Sie ab was passiert. So unterstützen Sie ihr Gehirn und ihr Nervensystem dabei Probleme, Fragestellungen, Themen besser zu verarbeiten und neue Lösungen zu kreieren. Viel Freude damit!

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